Sa'kuls Mando-Projekt

Heute war Blech-dängeln im Keller angesagt - bei dem Wetter ideal.
Zuerst die Papierschablonen auf das Alublech übertragen und mit der Stichsäge grob - danach mit der Blechschere fein ausgeschnitten. Kurz vor der Sehnenscheidenentzündung war ich zum Glück fertig … Zurück blieben kilometerlange Späne.
29 Span.jpg
28 Beinteile platt.jpg
Zuerst habe ich mich an den Tiefschutz gemacht. Einen Versuch hatte ich schon hinter mir - derist aber leider nicht so geworden, wie ich mir das vorgestellt habe. Das Umdängeln des unteren Teils im Schritt klappte nicht so gut, so dass ich mich erstmal dafür entschieden habe, das nicht zu machen sondern nur umzubiegen.
Um die Kanten gescheit biegen zu können habe ich in meiner Holzwerkbank zwei scharfkantige MDF-Klötzchen befestigt, zwischen denen die Aluplatte eingespannt werden konnte.
30 Tiefschutz biegen.jpg
So sieht das dann vor der Anpassung an den Körper aus.
31 Tiefschutz oben.jpg


Und so dann gebogen:


Der Unterschenkel-Schutz wurde dann genauso hergestellt.


Und zum Schluss dann noch die Oberschenkel-Teile.

Die Ränder wurden noch überm Besenstiel umgedängelt.

Und so sehen die rohen Beinteile fertig aus.

Tagwerk also vollbracht - und eines muss ich ja mal sagen - beim R2-Bau hab ich nie so geschwitzt wie heute beim Biegen und Dängel … :laughing:

Ja nicht schlecht…

jetzt drückst du auf die Tube ^^

das einzige was ich bemängeln würde ist das Codpiece, versuch da noch die Ränder zu dängeln sonst wirkt es zu flach

Respekt. Die sind dir verdammt gut gelungen!

Ordentliche Arbeit ^^ Weiter so, ich finde auch, dass das Codpiece im Vergleich zu den restlichen Platten noch Nachholbedarf hat, du hattest bei den Oberschenkelplatten so schön gedengelt, mach das noch mal beim Codpiece, und es wird viel besser aussehen :smiley:

Ansonsten kannst dich ja mal oberhalb der Gürtellinie probieren :slight_smile:

Sieht gut aus. Zusätzlich zu dem, was die anderen sagten, solltest du allerdings überprüfen, ob die Knie an den Seiten nicht zu eng sind.

Wenn du deine Kniegelenke z.B. zum Sitzen oder Hinkien knickst, werden sie deutlich breiter. Da die Knie schon bei gestreckten Beinen sehr eng aussehen, glaube ich, dass du da Probleme kriegen wirst.

Wenn das trotzdem so passt, hast du krass dünne Beine. :smiley:

Gute arbeit bisher. Man sieht, dass du weisst was du willst und was du tust. :wink:
Weiter so.

Danke für die Blumen! Beim ersten Versuch am Codpiece hatte ich das Problem, dass mir das Alu an den Abkantungen zu schnell gerissen ist.


Habt Ihr einen Tipp, wie ich das irgenwie vermeiden kann?

Ich konnt’s nicht abwarten und hab selbst nochmal versucht - und dieses Mal hat geklappt! Sieht in der Tat besser aus.

Und die nächste Erfolgsmeldung: ein Gauntlet ist auch soweit fertig :smiley:

Doch der Reihe nach. Da ich noch immer nicht an den oberen Teilen arbeiten kann und gerade ein paar Tage Urlaub genieße, hab ich mich an ein Gauntlet gewagt. Die erste Hürde war dann gleich mal die fehlende Schablone - die mach ich mir halt selbst - aber wie :open_mouth: ?
Die Länge war schnell klar -19 cm sollen es werden - bei gebeugtem Unterarm soll das Teil ja nicht stören. Dann hab ich den Umfang am Ellenbogen und am Handgelenk gemessen: oben 30 und unten 21.
Also hab ich bei beiden Maßen etwas mehr gegeben - 32 und 22 cm.
Die ersten Versuche mit Papier brachte gleich mal die Erkenntnis, dass dieser stumpfe Kegel ja nun mal keine geraden Kanten hat. Aber wie krieg ich die Rundung so hin, dass es am Arm gerade aussieht? Erst mal ein großes Stück Papier geholt und die Eckdaten aufgezeichnet. Auf dem Papier ist erst mal ein stumpfes Dreieck, das ja auch irgendwo eine Spitze hat. Genau den Punkt habe ich als Zentrum genommen und mit Hilfe von Garn und einem Bleistift dann die Rundungen oben und unten gezeichnet. Alles noch ausschneiden und fertig ist die Schablone.
41 Gauntlet Schablone.jpg
Diese wie gehabt aufs Alu übertragen und dann noch halbiert, damit ich die obere und die untere Hälfte biegen und dengeln kann.
43 Gauntlet vorgebogen.jpg
Die zwei vorgebogenen Hälften dann noch aneinander anpassen.


Die Ränder wurden noch leicht umgedengelt und dann ging’s ans Nieten - das erste Mal! :confused:
Als Scharnier hab ich mir Edelstahl-Klavierband geholt und ein passendes Stück abgeschnitten. Die Löcher hier waren knapp 4mm - also konnte ich auch die 4mm-Nieten verwenden. Die Löcher aufs Alo übertragen und los ging’s. Was soll ich sagen - es ist ganz schön unspektakulär, funktioniert aber gut,

Innen schauen die Nietköpfe ganz schön weit raus, aber es ist ja genug Platz.

Beide Hälften zusammen sehen dann so aus:


Und am Arm dann so - keine Panik, das ist kein blauer Overall für unter die Gam - das ist nur mein Blaumann :slight_smile:

Morgen soll es dann endlich mal zur ersten Anprobe für die Weste gehen - ich bin gespannt … Und Gauntlet Nr. 2 will ja auch noch gemacht werden.

Sehr gute Arbeit, weiter so! :smiley: Kannst dir ja mal überlegen ob du noch welche Aufsätze auf die Armröhren machen möchtest :wink:

Gefallen mir gut, die Armröhren. Meine sind praktisch genauso zusammengebaut, nur dass ich mehrere kleinere Scharniere nebeneinander und Schrauben mit Muttern statt Nieten habe. Hast du dir schon überlegt, wie du sie verschließen willst?
Es gibt da verschiedene Möglichkeiten, z.B. angenietete Lederbänder mit Schnallen (hab ich), eine Schraube an einem Teil, die durch ein Loch am zweiten geht, wo dann eine Mutter drüberkommt, Lederriemen zum Binden, irgendwas mit Haken etc.

Vielen Dank für die super Tipps. Bei den Verschlüssen bin ich in der Tat noch sehr unschlüssig. Hat jemand Erfahrung mit kleinen Metallverschlüssen?
Leder mit normaler Lochschließe passt nicht so ganz und für die Beinteile will ich auch eher Spanngurte oder zumindest flexible Riemen verwenden, um einen gewissen Druck aufrecht erhalten zu können. Da ich wahrscheinlich auch noch ein Kama tragen werde, werden die Riemen sowieso größtenteils verdeckt.

Zum ersten kann ich dir nichts sagen, nutze bei meinen beiden Gams entweder Hosenträger-Gummiband, oder Leder-Armschienen mit aufgenietetem Alu.

Für die Beinteile nutze ich Klett (Oberschenkel und Knie) und zusätzlich für alle (Oberschenkel, Unterschenkel und Knie) dann Hosenträger-Gummiband mit Klickverschluss, dadurch kann man eine gewisse Spannung aufrechterhalten und die Sitzen sehr gut und fest.

Bei meinem Jaster und Deathwatch hab ich es etwas umständlicher gelößt


schau auf die Knöchel der Beinschienen.

CIMG0941.jpg
Der Trick ist das auf der Innenseite von der Wadenseite der Hose ein Stück Stoff entlang der Nahtlinien angenäht wurde. Allerdings nach unten offen und auf der Höhe der Gummibänder ist die Naht an den Seiten aufgetrennt. → Eigentlich genauso wie bei der Screen-Used Jango version.

Dadurch fällt die Hose am Knöchel auch völlig Anders - weder zu lasch, noch zu eng.

Guter Trick mit den verschwundenen Bändern!

Zwischendurch hab ich nochmal etwas weitergedengelt und die Platten für die Handschuhe sowie zusätzliche Ellenbogenschützer gemacht. Die haben die gleiche Größe und Form wie die Schulterplatten.


Meine Weste ist endlich fertig! - und gar nicht mal schlecht geworden für eine alte Leder-Schneiderin :sunglasses:



Neben dem Halsausschnitt sind zwei Klett-verschlüsse, damit der Dickschädel durchpasst und auch an beiden Seiten kann sie geöffnet werden.

So und nun mal provisorisch mit den Schablonen. Ich denke, das sollte passen, zumal um die Hüfte ja noch Taschen und Schnurgurt kommen. Was meint Ihr?



Die Jacke unten drunter werde ich noch ändern. Mittlerweile bin ich doch eher Richtung ausgewaschenem Schwarz unterwegs und hab mir mal ein Tactical-Shirt und Moleskin-Hosen zur Anprobe bestellt. Ich glaub mittlerweile dem Jaro, dass weniger unter der Weste mehr ist …

Die Weste sieht gut aus :slight_smile: Platten müssten nur noch aus Metall sein ^^

Pro-Tipp:

Mach unten an der Weste ne Schlaufe oder nen Haken oder dergleichen um den Schnurrgurt hinten Fest mit der Weste zu verbinden. → Dann rutscht das Ding nicht ständig raus. Außer du willst das. :smiley:

sieht gut aus, kannst los legen

Guter Tipp - Dank Dir!

Sodele, nachdem mal wieder etwas Zeit war, hab ich mich an die vorderen Platten für die Weste gemacht. Die oberste Platte war relativ leicht, aber dann hab ich mich noch an die empfohlene V-Form erinnert, bevor ich mich an die restlichen Platten gemacht habe. Dazu hab ich mir erst mal die Linie für die durchlaufende Kante eingezeichnet.
56 Platten vorne Kante.jpg
Die Bauchpllatte ging flott, aber bei den beiden Brustplatten hab ich ewig rumgedängelt. Das Ergebnis find ich aber gar nicht mal schlecht und sie passen gut auf die Weste.
57 Brustplatte.jpg