Jaro: such doch mal Links zu Deiner Empfehlung raus. Die Rabattkarte ist ja nicht vom Winterschlussverkauf / Discounteraktionen abhängig.
hier nochmal die Grafik, die Du mir im Chat gegeben hast:
Das schaut für mich dunkelgrau mit Kunstlederoptik aus (s. Längsnaht am Arm und Paspeln) … allein das Material für einen Anzug wäre bei ca. 150-200 Eur, nix für Anfänger zum nähen und müsste haarklein angepasst werden. Und dann müsste man so eine Pelle noch tragen WOLLEN. Wo einem Latexfetischisten einer abgeht bin ich nicht gerade begeistert. Vielleicht eine Halskrause oder Beinstulpen, aber ansonsten würde ich lieber ganz schlicht Skiunterwäsche drunter tragen.
ich mach mal ne miniumfrage.
wer dabei ist einfach einmal häkchen setzen bitte. damit wir ne konkrete zahl kriegen und nicht am ende die posts zählen müssen in denen alle “hier” schreien.
wer nicht definitiv dabei ist bitte auch nicht ankreuzen!
Edit:. Ich hab mir überlegt. ich mach doch ne vielleicht option. aber nur für den notfall. besser definitiv dabei oder gar nicht.
Hier bitte nur Rüstungsbau. Andere Teile aus dem Verda Projekt verschoben: Helm und Jetpack
Weiter geht’s mit dem Zusammenbau:
bei umfangreichen Schnitten verwenden wir einen Schnittmodus, bei dem jedes Teil von einem kleinen Steg gehalten wird, weil wir sonst bei jedem kleinen Stückchen die Schiebetür aufmachen müssten und das Teil rausholen bzw. recht viele Schäden hätten. Dieser Steg erfordert vor dem Formen natürlich einige Nacharbeit. Ich mache das mit der Laubsäge, praktisch ist auch ein Schlüsselfeilensatz mit ein paar sehr feinen Nadelfeilen.
Zwischen Nacharbeiten und Formen werden die Teile noch von beiden Seiten mit Stahlwolle poliert. Das mache ich nass am Waschbecken auf einem Rest Laminatplatte (ca. 15x15cm) damit ich über die Kanten gehen kann ohne was zu verbiegen.
Zum Biegen habe ich keine großartige Vorrichtung, ich nehme einfach ein paar Hartholzreste mit graden Kanten, den Schraubstock und Schraubzwingen. Zum Ausrichten vor dem Einspannen helfen auch Klemmen. Die Teile lassen sich anhand der Zeichnungen problemlos zuordnen und es besteht auch keine Verwechselungsgefahr. Worauf man aber achten muss ist, dass es eine rechte und eine linke Armröhre werden soll. Also nimmt man sich am besten jeweils ein Paar Bauteile vor, dreht ein Stück um, damit sie spiegelverkehrt auf dem Tisch liegen und reißt dann die Knicklinien an. Das Aufstecken geht dann nur noch richtig rum.
Es läuft ganz gut, aber es ist auch der eine oder andere Punkt in den Zeichnungen zu korrigieren, um Nacharbeiten zu vermeiden. Zum Beispiel braucht der Werferaufsatz vorne einen ovalen Ausschnitt und muss hinten verbreitert werden. Der Einsatz vorne passt nicht und ist auch überflüssig, schon in 0,8mm ist das stabil genug. Am Monitor waren an den Enden noch Überlappungen, die hatte ich aus Stabilitätsgründen vorgesehen und dann aus optischen Gründen weggeschnitten (besser ich verstärke den Stoß mit ein bissi Kleber). 2 Laschen auf der Unterschale sind nicht geschnitten worden - Grund suchen.
Das Design setzt in Sachen Feinheit und Stabilität jetzt schon neue Maßstäbe für ein Fandom, das bisher auf tiefgezogenes Plastik oder Fieberglasverstärkte Pappe gesetzt hat - und da sind noch keine bunten Knöpfchen verbaut und kein Klecks Farbe dran. Wenn das noch dazu kommt und evtl. noch Elektronik, könnte auch Erwachsenen Zuschauern der Arsch auf Grundeis gehen, wenn die sich fragen was daran sonst noch alles “echt” ist. Denn es schaut wirklich nicht nach Fantasy-Cosplay aus, sondern nach Technik.
Beim Biegen des Flammenwerfer Aufsatzes ist wichtig, dass man alle Biegelinien vor der Bearbeitung anreißt, und zwar jeweils auf der Seite, die später die Außenkante bildet. Die Knicke, die später auf der Außenseite “Täler” bilden, sind auf den Vorlageblättern Strich-Doppelpunktiert gezeichnet. Bitte vorher überlegen, weil durch Hin-und-Herbiegen kann das Blech brechen.
Die Biegereihenfolge ist auch wichtig, man arbeitet sich von innen nach außen vor. Erst der Flammenwerfer mit den treppchenförmigen Seiten, dann die Pfeilwerferbox.
An den Schlitzen der Basisplatte (im Foto links) muss ich die Toleranzen durch die Materialstärke noch besser berücksichtigen, da musste ich nachfeilen. An der Rundung muss ich die obere Platte noch stärker treiben um den Spalt zur Schürze zu schließen.
Der Aufbau für die linke Achsel (im Foto rechts) hat gut funktioniert. Für die Wölbung habe ich dann doch den Treibhammer verwendet und 'ne knappe Stunde drauf rumgekloppt, was man dem Teil leider nicht wirklich ansieht. Schlichten muss ich das Teil auch noch. Diese Wölbung in der Mitte würde sich gelassener hämmern, wenn die Schlitze für den kleinen Keil obendrauf erst nachträglich gesägt werden. Die Wölbung der Außenkante kommt dagegen nur vom Kopf einer M16-Flachrundschraube und einem kleinen Gummihammer.
EDIT 8.1.13: korrigierte Armröhren-Vorlagen vergrößert auf “L” an Adenn und Jaro zur Prüfung gemailt.
Die Basisplatten für die Achseln habe ich jetzt beide getrieben und montiert. Den Stoß im Radius werde ich dann noch mit etwas Acryl oder Metallfüller abdichten, wenn ich die Brustplatten verfülle. Ich überlege noch, ob ich am Radius noch eine Lasche vorsehen möchte, an der die Schürze einrastet.
Rechter Achselplattenaufbau
Die Absenkungen inder Oberfläche sind in den Vorlagen mit gestrichelten Linien angedeutet. In diesem Fall wird kein Blech aufgesetzt, sondern das Relief mit einer Art Meißel aus Hartholz getrieben. Als Meißel habe ich einen alten, zerbrochenen Kleiderbügel verwurstet. Ich führe ihn mit leichten Schlägen an der Leiste entlang, die ich als Führung mit 2 Schraubzwingen auf einem Hartholzbrett festgeklemmt habe. Darunter ist Luft, also nichts, was das Blech am absenken hindern würde.
Ich denke, diese Technik ist auch für viele andere Projekte interessant.
Die runde Ausbuchtung wird über dem Kopf einer M16-Flachrundschraube mit leichten Schlägen eines kleinen Gummihammers eingetieft. Die Kante am Halsausschnitt muss noch um 4mm abgekantet werden. Bei den Abkantungen an der oberen Öffnung fehlten die diagonalen Einschnitte. Das eingesetzte Blech auf der Oberseite muss ich noch am Knick ein wenig einfeilen, damit es auf die Laschen rutscht. Die Laschen der Keile ziehen die Box zusammen.
Zur Erinnerung: so soll’s aussehen:
EDIT 10.1.13:
Die rechte Achsel-Aufsetzplatte habe ich jetzt auch zusammengezogen. Es wäre vielleicht geschickter gewesen, die Kanten am Halsausschnitt vor dem Falten der Box zu machen. Der Ausschnitt für den Werfer muss noch ca. 4mm nach oben verschoben werden und auch der Ausschnitt für die Lasche im schrägen Teil.
Da die Korrekturen minimal waren und leicht mit einer Feile / Laubsäge zu korrigieren, beginne ich mit dem Hochskalieren. Im Dachboden ist es eisig und ich komm tagsüber nicht zu Metallarbeiten. Klar belibe ich dran und sämtliche Verbessungen werde ich auch in Eure Plattensätze einarbeiten. Nun aber zu den Anproben.
Es wird diesmal keine leidigen Konfektionsgrößen S/M/L wie bei WOF geben, sondern nach Körpergröße / Brustumfang / Gewicht präzise einzuordnende Plattensätze.
Ich starte mit 190 cm Körpergröße, um möglichst frühzeitig auf die sich evtl ergebenden Probleme zu stoßen, wenn man einen Plattensatz kräftig, um ca. 20cm streckt. Ich habe die VorlagenPDFs an Jaro, Adenn und Verco geschickt. Ich habe den Verdacht, dass gerade im Brustbereich nicht nur skaliert werden muss sondern sich auch die Proportionen durch die geschlechts-bedingte Lage der Tallie etwas ändern werden.
Wenn noch jemand probieren will, bitte um Angabe der e-Mailadresse.
Val: wie groß bist Du nochmal? Ich hätte gerne eine Zwischengröße zwischen 170 und 190cm
ansich müsste die brustweite weniger von belang sein. Die brustglocke hat ja riemen über schulter und unter den Armen zum verstellen.
Was eher er wichtig ist wär die schulter- bzw. brustBreite. xD
Passt prima ins Konzept Val, ich hab Dir die mittlere Größe 180cm in die e-Mail gesteckt. Einerseits sollte jeder Jlattensatz durch die Bänder eine gewisse Toleranz haben, andererseits passen wir’s natürlich für Dich an. Nur irgendwo muss ich ja einsteigen.
Als nächstes mache ich dann die Anpassung von der 190cm an Vercos Real-Proportionen…
Noch ein generelle Thema: MARKIERUNGEN
Ich würde gerne die Falt- und Formlinien zumindest auf den symetrischen Platten zart gravieren lassen, so dass wir uns das anreißen sparen. Und auch die einzelnen Elemente unauffällig markieren, z.B.mit TOR-190-VT für Verco Taylirs Platten, damit auch Leute sortieren können, die nicht am Design beteiligt waren.
WERKZEUG & VERBINDER
Gestern war ich in Weiden shoppen, flexible Verbinder für die stachlige rechte Achselplatte (das ist noch im experimentellen Stadium) und 4 Satz Schlossschrauben, zum Einspannen in den Schraubstock, damit man Rundungen und Kanten mit einem Gummihammer darauf formen kann, aus Edelstahl soweit sie’s da hatten. Der Laden ist eien günstige Resterampe, bei 5-20Eur/kg macht das Schraubenshoppen Spaß. Kann ich zum Einkaufspreis den Rüstungspaketen belegen oder beim Workshop weitergeben, Außerdem habe ich mir noch Töungsfolie in Tiefschwarz auf Lager gelegt.
EDIT:
geänderte 190cm-Version per Mail an Verco (190, 95kg), Adenn, Jaro
180cm per Mail an Eencore (180, 90kg) zur Anprobe
Ich habe noch mal eine allgemeine Frage zur Farbgestaltung:
Wollen wir auf der Ce II alle gemeinsam in hellblau auftreten oder wird jeder eine individuelle Farbgebung und Markierungen etc. haben?
Wenn ich mich recht erinnere wollten wir alle in Hellblau, damit der Uniformeffekt noch stärker rauskommt. Allerdings sollten wir da mal einen konkreten Ton festlegen. Hab leider gerade keine RAL-Palette da (warum eigentlich nicht? note to self: anschaffen!) sonst würde ich einen vorschlagen. ^^